Gate Control Theorie nach Melzack und Wall einfach erklärt

Das Tor im Rückenmark ist die Quelle potenzieller Erklärungen für Patienten, die eine Schmerzlinderung erfahren, wenn sie einer Elektrotherapie unterzogen werden. Ich möchte hier ein ganz einfaches Beispiel geben.

Die Nervenleitgeschwindigkeit (NCV) ist für jeden Fasertyp unterschiedlich und kann verwendet werden, um zwischen den Neuronentypen zu unterscheiden.

Die Nerven in der Haut haben eine hohe Leitungsgeschwindigkeit, wodurch Schmerzinformationen schnellstmöglich an das Rückenmark weitergeleitet werden. Die Informationen werden durch Aβ-Fasern übertragen.

Nervenfasern, die weiter unten in Ihrem Körper ihren Ursprung haben, haben eine langsamere Leitungsgeschwindigkeit als diejenigen, die weiter oben ihren Ursprung haben. Die Schmerzsignale von diesen Körperteilen, wie zum Beispiel Ihrem Fuß, werden viel langsamer an das Rückenmark weitergegeben (C-Fasern).

Das Gehirn sendet Signale an das Rückenmark, das die Informationen an die richtige Stelle leitet. Es ist wichtig zu wissen, dass das nur eine Information gleichzeitig in das Gehirn einbringen kann.

Informationseingaben werden an das Gehirn weitergegeben und dann "gesehen". Eine Behauptung ist, dass das Tor „verschlossen“ ist. Dies bedeutet, dass die zweite Information nicht erkannt werden kann. Das tiefe Schmerzsignal, das von Ihrem Gehirn an Ihre Wirbelsäule geht, wird abgeschaltet, so dass es nicht mehr registriert wird.

Weitergehende Infos zur Schrankentheorie

Die Gate Control Theorie des Schmerzes oder kurz „Gate-Theorie“ erklärt, unter welchen Voraussetzungen Schmerzen empfunden werden und dass unter bestimmten Umständen Schmerzsignale nicht zum Gehirn weitergeleitet werden. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass im Hinterhorn des Rückenmarks ein besonderer Nervenmechanismus vorhanden ist, der wie ein „TOR“ arbeitet. Ist dieses Tor geöffnet, werden Schmerzsignale an das Gehirn gesendet. Wenn das Tor jedoch geschlossen ist, wird kein Schmerzsignal gesendet.

Mit anderen Worten, wenn Sie Schmerzen verspüren, bedeutet dies, dass Ihr Körper entschieden hat, dass etwas nicht mit Ihnen stimmt (zB Knochenbruch) und hat Ihrem Gehirn mitgeteilt, was vor sich geht. Ihr Gehirn entscheidet dann, ob die Nachricht zu Ihrem Bewusstsein durchgelassen wird oder nicht.

Die Gate-Control-Theorie ist eine Theorie, die Ende der 1960er Jahre von Dr. Ronald Melzack und Dr. Patrick Wall aufgestellt wurde. Sie besagt, dass die Übertragung nozizeptiver Informationen von peripheren Nerven zum zentralen Nervensystem an Synapsen im Hinterhorn des lumbalen Rückenmarks stattfindet. Diese Anordnung stellt eine negative Rückkopplungsschleife bereit, die ein übermäßiges Zünden von C-Fasern verhindert. Bei einer Verletzung senden die afferenten Neuronen ihre Impulse in die entgegengesetzte Richtung, zum Gehirn. Eine Läsion des Spinalganglions führt dazu, dass die Hemmung des afferenten Neurons verloren geht, wodurch der Impuls durch die Synapse geleitet werden kann.

Nach der Gate-Theorie entsteht Schmerz, wenn das Tor zwischen der Peripherie und dem ZNS geöffnet wird. Schmerzen können durch Schließen des Tors geblockt werden.

Die Gate-Theorie des Schmerzes basiert auf der Idee, dass die Schmerzwahrnehmung von der Aktivität bestimmter neuronaler Populationen innerhalb des Hinterhorns von der Wirbelsäule abhängt. Diese Zellen werden als "schmerzhemmend" bezeichnet, weil sie normalerweise die Übertragung schmerzhafter Reize an höhere Zentren verhindern. Wenn diese Zellen jedoch aktiviert werden, setzen sie Substanzen frei, die die Weiterleitung von Schmerzbotschaften an das Gehirn blockieren.

Die Gate-Theorie geht davon aus, dass Schmerzen durch eine Verletzung einer sensorischen Nervenfaser ausgelöst werden. Wenn der Reiz das Rückenmark erreicht, stimuliert er eine Gruppe spezialisierter Zellen, die als Nozizeptoren bekannt sind. Nozizeptoren befinden sich in Kontakt mit freien Nervenenden, die auf mechanische, thermische und chemische Reize reagieren.

Die Tortheorie besagt, dass Schmerz nur dann wahrgenommen wird, wenn das Tor zwischen der Peripherie (der Haut und den Muskeln) und dem Gehirn geöffnet wird. Das Tor öffnet sich, wenn die Nozizeptor einen intensiven Reiz erhält, wie zum Beispiel eine Verbrennung. Sobald das Tor geöffnet ist, wandert das Schmerzsignal entlang der afferenten Nervenfasern zum Rückenmark, wo es die schmerzlindernde Zellpopulation aktiviert.

Andere Theorien zur Wahrnehmung von Schmerzen kurz erklärt

Die Gate-Theorie ist eine von mehreren Theorien zur Schmerzwahrnehmung. Andere Theorien sind:

  • Die temporale Summationshypothese besagt, dass Schmerz ausgelöst wird, wenn im Laufe der Zeit ein Reizschwellenwert empfangen wird.
  • Die Wind-up-Hypothese besagt, dass Schmerzen ausgelöst werden, wenn ein kleiner Reiz wiederholt wird.
  • Die diffuse Noxious Inhibitory Controls (DNICs) gehen davon aus, dass Schmerzen reduziert werden, wenn ein großer Gewebebereich gleichzeitig stimuliert wird.
  • Die Wind-Down-Hypothese besagt, dass die Schmerzen nachlassen, wenn die Stimulation beendet wird.
  • Die Hypothese der Schmerzmodulation (CPM) legt nahe, dass eine Schmerzlinderung erzeugt wird, wenn ein nicht schädlicher Stimulus auf einen angrenzenden Körperteil ausgeübt wird.
  • Die Hypothese der konditionierten Schmerzreaktion (CPR) legt nahe, dass der Schmerz reduziert wird, wenn die Person erfährt, dass a) ein neutraler Reiz wird mit schädlicher Reizung gepaart; b) ein schädlicher Reiz wird mit einem neutralen Reiz gepaart; c) Ein schädlicher Reiz geht einem neutralen Reiz voraus.
  • Das psychophysische Interaktionsmodell geht davon aus, dass der Schmerz durch psychologische Faktoren beeinflusst wird.

Fazit zur Gate-Control-Theorie

Die Gate-Control-Theorie besagt, dass Schmerzsignale nicht immer das Bewusstsein erreichen dürfen und durch Signale blockiert werden können, die aus anderen Teilen des Gehirns und des Rückenmarks stammen. Die Theorie besagt, dass unsere Reaktion auf Schmerzen nicht festgelegt ist; Ob wir es erleben oder nicht, können wir durch bewusste Denkmuster – wie Ablenkung oder Entspannung – beeinflussen, die die Nervensignale daran hindern, unser Bewusstsein zu erreichen.

Das Ziel dieser Theorie ist es, Ärzten ein besseres Verständnis von Schmerzen und ihrer Wirkungsweise zu vermitteln, damit sie ihre Patienten mit chronischen Schmerzen effektiver behandeln können.

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Foto vom Autor Lion Wagner

Über den Autor: Lion Wagner

Die Elektrostimulation ist eines der am schnellsten wachsenden Segmente im Gesundheitswesen. Ich bin TENS-Benutzer und Experte in Sachen Elektrotherapie. Wenn Sie ein TENS-Gerät kaufen möchten oder mehr über Schmerztherapie erfahren möchten, bin ich Ihr Ansprechpartner.
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 9. Januar 2022